Blick auf den Dollgower See

In Dollgow lässt sich Geschichte nicht nur betrachten, sondern auch hören. In der 1767 erbauten Kirche hängt eine der ältesten Glocken Brandenburgs, die 1490 vom holländischen Meister Gerhard de Wou gegossen wurde. Das Gotteshaus wird darüberhinaus auch durch den 2007 sanierten barocken Kanzelaltar, einer Lüttkemüller-Orgel von 1882 und einem Taufstein von 1839 geschmückt.

Die Ersterwähnung Dollgows dokumentiert eine der düsteren Stunden des malerisch am See gelegenen Dorfes: 1422 fiel „Dolghe“ einer Plünderung zum Opfer. Im 30-jährigen Krieg wütete nicht nur die Pest im Ort, kaiserliche Truppen unter General Matthias Gallas legten 1638 Bauernhäuser und Kirche in Schutt und Asche. Hinter dem ehemaligen Schulgebäude in der Dorfmitte erinnert heute die so genannte „Gallas-Linde“ an den Feldherrn.

Dem Literaten-Ehepaar Eva und Erwin Strittmatter ist der im Juni 2009 eingeweihte Gedenkort gewidmet. 1954 waren die beiden Schriftsteller in den Dollgower Ortsteil Schulzenhof gezogen. Als Erwin Strittmatter am 31. Januar 1994 starb, wurde er auf dem kleinen Friedhof in Schulzenhof beigesetzt. Eva Strittmatter lebte bis zu ihrem Tode am 3. Januar 2011 auf dem Anwesen. Sie wurde 80 Jahre alt und ist neben ihrem Mann bestattet worden.

Feriengäste des Reiterhofes beim Ausritt durch Dollgow

Bekannt ist Dollgow, zu dem auch noch der Ortsteil Güldenhof gehört, für sein einmal im Jahr vom Heimatverein organisiertes Erntedankfest, das weit über die Grenzen des Kreises hinaus bekannt ist. Alte landwirtschaftliche Maschinen und Erntetechniken werden an diesem Tag wieder lebendig.

Offizielle Internetseite des Amtes Gransee: www.gransee.de