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Zisterzienserinnen Kloster Zehdenick

Zisterzienserinnen Kloster Zehdenick, Foto: Jan Hoffmann

Das Kloster Zehdenick wurde im Jahre 1250 gegründet - der Legende nach zur Erinnerung an ein Hostienwunder. Das Zisterzienserinnenkloster entwickelte sich rasch zu einem Wallfahrtsort und zu einem geistig-kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Gegend. Nach der Reformation wurde das Kloster 1541 in ein Stift für unverheiratete Töchter des Adels umgewandelt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster stark zerstört. Im Stadtbrand von 1801 wurden nahezu alle schriftlichen Unterlagen des Klosters vernichtet. Die Klosterkirche brannte nieder und wurde nicht wieder aufgebaut.

Seit 1946 ist das Kloster Evangelisches Stift im Verbund der Evangelischen Kirche, jetzt evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Sehenswert sind die Ruine des großen Dormitoriums mit den beiden erhaltenen Giebelwänden und der nördliche Kreuzgangflügel mit dem erhaltenen Teil des Kreuzgangs und mehreren Gewölberäumen als dem 14. Jahrhundert. Das Kloster Zehdenick gehört zu den ältesten Nonnenklöstern der Zisterzienser in Brandenburg.

Die Abbildung des berühmten Zehdenicker Altartuches, einer kunstvollen Leinenstickerei aus der Zeit um 1300 in der Originalgröße von 6 Quadratmetern wird im Nordflügel aufbewahrt. Das Original kam 1933 als Leihgabe des Klosters Zehdenick zum Märkischen Museum in Berlin und wird seit 1987 in der Berliner Nikolakirche gezeigt. Eine weitere Kostbarkeit, ein gotischer vergoldeter Silberkelch aus dem 13. Jahrhundert, wird als Leihgabe des Klosters im Dommuseum Brandenburg aufbewahrt. Ein Ordenskreuz befindet sich im Besitz des Klosters.

2015 wurde der Klostergarten in eine Streuobstwiese nach historischem Vorbild umgestaltet. Der historische Klosterfriedhof, welcher seit 1910 entwidmet ist, wurde nach einfühlsamer Sicherung der alten Substanz wieder hergerichtet und im April 2018 feierlich eröffnet. Die Fläche der ehemaligen Klosterkirche wurde als Andachtsstätte mit einem eindrucksvollen Wandkreuz, Altar und Bänken unter freiem Himmel ebenfalls eingeweiht. Im August 2019 wurde der Kräuter-Schaugarten an der Dormitoriumsmauer eingeweiht.

In den Sommermonaten wird der malerische Kloster-Innenhof  und der Konventualinnensaal im Nordflügel als Kulisse für Konzerte und Veranstaltungen des Evangelischen Stifts genutzt. Das Kloster beherbergt die Evangelische Familienberatung und bietet Wohnungen für Familien.

   Preise

  • Führung durch das Kloster einschließlich der Räume im Nordflügel: 2,00 €  (pro Person (mindestens 25,00 Euro pro Führung))
  • Nutzung von Klosterhof und/oder Konventualinnensaal: 50,00 - 190,00 €  (Anmietung für eigene Veranstaltungen (Preis je nach Art der Nutzung))
  • Führungen und Anmietung sind nur nach Voranmeldung per E-Mail im Kloster möglich.

   Lagekarte

Zisterzienserinnen Kloster Zehdenick, Foto: Jan Hoffmann

   Kontakt

Zisterzienserinnen Kloster Zehdenick
Im Kloster 2
16792 Zehdenick


   Öffnungszeiten

    Die Öffnungszeiten gelten für den Klosterhof und den Kreuzgang.

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