Ihre Geschichte reicht bis in die Antike zurück. Die Bank als permanente öffentliche Sitzgelegenheit diente bereits in Griechenland und dann in Rom  - aus Ziegeln oder Naturstein an den Fassaden öffentlicher Gebäude aufgemauert - als Sitzplatz. Dabei sind die Anforderungen an sie auch heute noch vielfältig. Eine Bank sollte bequem und hübsch anzusehen sein. Sie soll zum Verweilen einladen, dazu gehört, dass man sich hinsetzen kann. Nicht nur, um zu essen, zu trinken, um sich auszuruhen, zu lesen, sich zu unterhalten, sich umzuschauen, innezuhalten, nachzudenken und ... zu träumen. Dabei muss sie widerstandsfähig sein nicht nur gegen Witterung, sondern auch gegen die bisweilen ruppige Benutzung. Bänke haben in ihrem Leben vieles auszuhalten, vor allem die Menschen, die auf ihr Platz nehmen.

Wer hat sich wohl auf der Bank von Jürgen Graetz niedergelassen? Bei der Planung der Schau konnte der in Dagow lebende Fotograf, der in der DDR dokumentarisch mit seiner Kamera unterwegs war, auf sein eigenes Archiv mit herausragenden schwarz/weiß-Fotografien zurückgreifen, das sich im Keller seines Wohnhauses befindet. Dort lebt er mit seiner Frau Elli, die ebenfalls als Künstlerin tätig ist. Die Ausstellung hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Abbildung zeigt das Plakat zur Ausstellung "Die Bank" mit Fotos von Jürgen Graetz in der Adventskirche in Neuglobsow am Stechlinsee.