Gut Zernikow

Das Dorf Zernikow und die Gutsanlage haben eine wechselvolle Geschichte erlebt. Von der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes um 1365 bis heute haben verschiedene Persönlichkeiten der Anlage ihren Stempel aufgedrückt. Dazu zählen Michael Gabriel Fredersdorff, Kämmerer in Diensten Friedrichs des Großen.

Der König schenkte ihm 1740 das Gut in Anerkennung seiner Leistungen. Fredersdorff begann mit dem Bau des Herrenhauses und pflanzte eine Maulbeerbaumplantage, um sich der Seidenraupenzucht zu widmen.

Ab 1777 kam ein Zweig der Familie von Arnim in den Besitz des Gutes. Achim von Arnim (1781 bis 1831), der berühmte Dichter der Romantik, verbrachte seine Kindheit in Zernikow. Nachkommen sind bis heute dem Gut und seiner Erhaltung verbunden.

Nach der Nutzung als Gemeindebüro, Arztpraxis, Konsum und LPG-Verwaltung zu DDR-Zeiten wurde den zunehmend verfallenden Gebäuden mit Gründung der „Initiative Zernikow“ 1992 neues Leben eingehaucht. Der Verein macht durch Veranstaltungen wie dem Maulbeerfest, Lesungen und Konzerten auf das Gut und seine Geschichte aufmerksam und wirbt unermüdlich um finanzielle Unterstützung für den Erhalt der Anlage. Seit 1994 ist diese als Einzeldenkmal in das Denkmalverzeichnis eingetragen mit dem Prädikat: „Große geschichtliche, städtebauliche und künstlerische Bedeutung“.

Dauerausstellungen widmen sich den Themen „Vom Maulbeerbaum zur Seide“ sowie „Kronprinz Friedrich und sein Kämmerer Fredersdorff“.

Weitere Informationen unter www.gut-zernikow.de