Bredereiche

Die Havel prägt Bredereiche wie keinen zweiten Ort im Fürstenberger Seenland. War sie früher Lebensader für die Binnenschiffer, so dient sie heute als Wasserstraße den Touristen auf dem Weg zwischen Berlin und der Mecklenburgischen Seenplatte. Egal ob mit Hausboot oder Kanu – unmittelbar in Nähe der Schleuse, die bereits seit 1740 existiert, gibt es Liegeplätze und das beschauliche Dorf und seine Umgebung lassen sich zu Fuß erkunden.

Sehenswert ist die Fachwerkkirche aus dem 17. Jahrhundert, die die Ortsmitte prägt. Zum wertvollen Inventar gehört ein Leuchter aus dem Jahre 1599 sowie zwei Traditionsschiffe des Schiffervereins, die an die Zeit Bredereiches als Schifferdorf erinnern.
Einen Ausflug wert ist auch die Schleuse in Regow, an der eine Ziegenkäserei Gäste willkommen heißt. Der Weg führt vorbei an Wiesen und Feldern, die mitten im Naturpark Uckermärkische Seen liegen. Hier schlängelt sich die Havel mitten durch die Natur und so mancher Kapitän hat sich schon Auge in Auge mit grasenden Kühen gesehen, die ihre Weideplätze unmittelbar am Wasser haben.

In Richtung Himmelpfort, gut einen Kilometer hinter dem Ortsausgang gelegen, lädt ein sagenumwobener Platz an der Havel zum Baden ein: Das Nonnenbad. Der Sage nach sollen sich Nonnen aus dem Zisterzienserinnen-Kloster Zehdenick auf den Weg zu ihren Ordensbrüdern nach Himmelpfort gemacht haben, um Ratschläge in Sachen „Vermögensbildung“ zu erhalten. Aufgrund des ausgeprägten Hangs zur Sauberkeit und nach einem Fußmarsch auf staubiger Straße sollen die Frauen dann an dieser Stelle erst einmal ein Bad im Fluss genommen haben. Und so kam dieser Ort zu seinem Namen.
Der Name Bredereiche bedeutet soviel wie "Siedlung der breiten Eiche" - einen der 400 Jahre alten Baumriesen findet man noch heute beim Verlassen des Ortes in Richtung Himmelpfort.